Do alien species affect native freshwater megafauna?
Dies ist die erste globale Bewertung der Auswirkungen gebietsfremder Arten auf die einheimische Süßwasser-Megafauna. Negative Auswirkungen auf die einheimische Süßwasser-Megafauna wurden durch 61 gebietsfremde Arten aus verschiedenen taxonomischen Gruppen verursacht, darunter sowohl gebietsfremde Süßwasserarten, als auch terrestrische Arten. Darunter sowohl Wirbeltiere als auch wirbellose Tiere.
Integrated ecohydrological hydrometric and stable water isotope data of a drought-sensitive mixed land use lowland catchment
Die Autor*innen bieten freien Zugang zu einem einzigartigen ökohydrologischen und wasserstabilen Isotopendatensatz aus verschiedenen Landschaftskompartimenten, die während der extremen Dürre von 2018 auf mehreren räumlichen Skalen von Tieflandoberläufen erhoben wurden. Dieser Datensatz ermöglicht die Unterscheidung zwischen "blauen" und "grünen" Wasserflüssen.
Multispecies collective waving behaviour in fish
Anhand von artgemischten Gruppen lässt sich die Entwicklung des kollektiven Verhaltens untersuchen. Die Studie präsentiert Daten über artengemischte Fischschwärme, die kollektive Tauchgänge durchführen. Die dämpfende Wirkung von weniger reaktionsfreudigen Gambusia auf das Tauchverhalten von Mollys kann starke evolutionäre Auswirkungen auf das gesamte kollektive Verhalten haben.
Anaerobic duration predicts biogeochemical consequences of oxygen depletion in lakes
Die Autor*innen entwickelten eine einfache Methode, um die Folgen von Sauerstoffmangel auf Prozesse im Tiefenwasser von Seen abzuschätzen. Sie nutzen hochaufgelöste Monitoringdaten, um die räumlich-zeitliche Ausdehnung der Anoxie anhand weniger Messungen u. der Bathymetrie des Sees zu modellieren. So lassen sich die ökologischen Folgen einer zunehmenden Anoxie in Seen besser vorhersagen.
Global Protected Areas as refuges for amphibians and reptiles under climate change
Die Autoren untersuchten die Wirksamkeit von Schutzgebieten für den Erhalt von Amphibien und Reptilien im Klimawandel. Sie stellten fest, dass die Schutzgebiete diesen Arten wirksam Zuflucht bieten, dass aber noch immer räumliche Schutzlücken bestehen und dass viele Arten aufgrund des Klimawandels aussterben könnten.
The global EPTO database: worldwide occurrences of aquatic insects
Dank des Engagements von fast 100 Forschenden steht mit der EPTO-Datenbank erstmals eine Quelle zur Verfügung, die weltweit georeferenzierte und frei verfügbare Datensätze zu dem Vorkommen von semiaquatischen Insekten - Eintagsfliegen (Ephemeroptera), Steinfliegen (Plecoptera), Köcherfliegen (Trichoptera) und Libellen (Odonata) - bereitstellt.
Blooms also like it cold
Cyanobakterien gelten als wärmeliebend, und massive Algenblüten werden vor allem im Sommer gemeldet, in dieser Zeit ist das Monitoring besonders engmaschig. Die Autor*innen zeigen auf, dass Blaualgenblüten auch bei kälteren Temperaturen auftreten können – sogar unter Eis. Bleiben die Algenblüten unbemerkt, bestehen Risiken für die Trinkwassergewinnung.
Multispecies assemblages and multiple stressors: synthesizing the state of experimental research in freshwaters
Review über die Forschung zu Mehrfachstressoren in Süßgewässern, insbesondere über Studien, in denen mehrere Stressoren experimentell verändert und die Reaktionen auf mehrere Arten analysiert wurden. Es besteht eine Lücke zwischen den biotischen Interaktionen unter Mehrfachstress und den Erholungspfaden von Ökosystemen, was auf eine Diskrepanz zwischen der Forschung und der Umweltpraxis hinweist.
Unravelling the role of sulphate in reed development in urban freshwater lakes
Die Autor*innen analysierten Daten von 14 Seen im Berliner Einzugsgebiet für den Zeitraum von 2000 bis 2020. Wären die Sulfatkonzentrationen nicht angestiegen, gäbe es heute rund 20 Prozent mehr Schilf an den mit Sulfat belasteten Seen, zeigen ihre Analysen.

Ecosystem-based management outperforms species-focused stocking for enhancing fish populations
In groß angelegten Ganzseeexperimenten hat ein Forschungsteam in Zusammenarbeit mit Angelvereinen 20 Seen ökologisch aufgewertet. Die Fische profitierten deutlich von den Verbesserungen der Lebensräume. Fischbesatz hingegen erzielte keine nachhaltig positiven Effekte. Die Studie zeigt, wie wichtig es sowohl für den Artenschutz als auch für die fischereiliche Nutzung ist, Gewässer zu renaturieren.