- Abteilung:(Abt. 2) Ökologie der Lebensgemeinschaften und Ökosysteme
Short-term effects of macrophyte removal on aquatic biodiversity in rivers and lakes
Studie zu den Auswirkungen der mechanischen Entfernung von Makrophyten auf Phytoplankton, Zooplankton und Makroinvertebraten an fünf Standorten mit sehr unterschiedlichen Charakteristika unter Verwendung desselben Vorher-Nachher-Designs. Die Ergebnisse zeigen negative Effekte auf die Biodiversität, insbesondere auf Zooplankton und Makroinvertebraten, sowie positive Effekte auf das Phytoplankton.
A database of freshwater macroinvertebrate occurrence records across Cuba
Die Autor*innen haben eine Datenbank mit georeferenzierten Vorkommensdaten von vier Gruppen wirbelloser Süßwasser-Taxa in ganz Kuba erstellt. Detaillierte Kenntnisse über die räumliche Verteilung von Süßwasserarten sind beispielsweise für eine gebietsbezogene Naturschutzplanung eine wichtige Grundlage.
Do alien species affect native freshwater megafauna?
Dies ist die erste globale Bewertung der Auswirkungen gebietsfremder Arten auf die einheimische Süßwasser-Megafauna. Negative Auswirkungen auf die einheimische Süßwasser-Megafauna wurden durch 61 gebietsfremde Arten aus verschiedenen taxonomischen Gruppen verursacht, darunter sowohl gebietsfremde Süßwasserarten, als auch terrestrische Arten. Darunter sowohl Wirbeltiere als auch wirbellose Tiere.
The global EPTO database: worldwide occurrences of aquatic insects
Dank des Engagements von fast 100 Forschenden steht mit der EPTO-Datenbank erstmals eine Quelle zur Verfügung, die weltweit georeferenzierte und frei verfügbare Datensätze zu dem Vorkommen von semiaquatischen Insekten - Eintagsfliegen (Ephemeroptera), Steinfliegen (Plecoptera), Köcherfliegen (Trichoptera) und Libellen (Odonata) - bereitstellt.
Multispecies assemblages and multiple stressors: synthesizing the state of experimental research in freshwaters
Review über die Forschung zu Mehrfachstressoren in Süßgewässern, insbesondere über Studien, in denen mehrere Stressoren experimentell verändert und die Reaktionen auf mehrere Arten analysiert wurden. Es besteht eine Lücke zwischen den biotischen Interaktionen unter Mehrfachstress und den Erholungspfaden von Ökosystemen, was auf eine Diskrepanz zwischen der Forschung und der Umweltpraxis hinweist.
The Asymmetric Response Concept explains ecological consequences of multiple stressor exposure and release
Mehrere Stressoren können Arten indirekt beeinflussen, entweder über abiotische Variablen oder über Auswirkungen auf Nichtzielarten. Die Stresstoleranz ist die wichtigste Determinante für die Reaktion auf die zunehmende Stressintensität. Ausbreitung und biotische Interaktionen sind die beiden wichtigsten Mechanismen, die die Erholungsreaktion steuern.
Trophic Transfer Efficiency in Lakes
Studie dazu, wie die trophische Transfereffizienz (TTE) in Seen durch die Variabilität des Nahrungsnetzes u. seine Konnektivität mit Land-Ökosystemen beeinflusst wird: TTE kann als mechanistischer Energiefluss zwischen Paaren von Konsumenten u. Produzenten berechnet werden, oder als ökosystemares Verhältnis von Gesamtsumme der heterotrophen Produktionsraten u. der Summe der Kohlenstofffixierung.
Large-scale sampling of the freshwater microbiome suggests pollution-driven ecosystem changes
Bürgerwissenschaftler*innen beprobten mehr als 600 Gewässer in ganz Deutschland. Dieser Datenschatz zeigt 3 deutschlandweite Trends: 1. Die Mikroorganismen im Sediment zeigen in ihrem Erbgut Zeichen von chemischem Stress und Antibiotikaresistenzen. 2. Viel künstliche Beleuchtung bei Nacht verändert die Artzusammensetzung der Mikroorganismen. 3. Alle untersuchten Gewässer stoßen Treibhausgase aus.
Hydrography90m : a new high-resolution global hydrographic dataset
Die Autor*innen nutzten ein Höhenmodell mit einer Auflösung von 90 m u. berechneten das Flussnetz, die Teileinzugsgebiete, die Einzugsgebiete sowie topografische u. topologische Attribute. "Hydrography90m" stellt einen globalen, hochauflösenden u. standardisierten Datensatz dar, der v.a. kleine Flussläufe herausstellt, u. für räumliche Analysen der Süßwasserbiodiversität genutzt werden kann.
Invasion impacts and dynamics of a European-wide introduced species
Die Autor*innen untersuchten die Invasionsdynamik der neuseeländischen Schlammschnecke Potamopyrgus antipodarum, eine der schädlichsten invasiven Süßwasserarten. Die Schneckenhäufigkeit nahm im Laufe der Zeit zu, wobei 59 % der Populationen dem vorgeschlagenen Muster folgten. Dies ermöglicht Einblicke in die großräumige Invasionsdynamik und gibt Aufschluss über mögliche Managementmaßnahmen.