- Abteilung:(Abt. 2) Ökologie der Lebensgemeinschaften und Ökosysteme
Flexible foraging behaviour increases predator vulnerability to climate change
Anhand historischer empirischer Daten u. Modellsimulationen erforschten die Autor*innen wie größenspezifisches, an wärmere Bedingungen angepasstes Jagdverhalten mariner Fischarten die Stabilität ihrer Populationen beeinflusst. Die untersuchten Fischarten fressen unter wärmeren Bedingungen eher energetisch ungünstige kleinere, aber häufigere Beutetiere, was langfristig die Bestände bedrohen kann.
Quantitative description of six fish species’ gut contents and prey abundances in the Baltic Sea (1968–1978)
Diese Publikation stellt eine 11-jährige Datenreihe über die Ernährung u. Eigenschaften verschiedener Fischarten der westlichen Ostsee in Kombination mit Daten über die Verfügbarkeit von Beutearten u. wichtigen Umweltbedingungen vor. Dies ermöglicht detaillierte Beschreibungen der Räuber-Beute-Beziehungen anhand quantitativer Parameter und eigenschaftsbasierte Analysen der Nahrungsbeziehungen.
Reviving Europe's rivers: Seven challenges in the implementation of the Nature Restoration Law to restore free-flowing rivers
Die Autor*innen haben mögliche Herausforderungen und Unklarheiten in der EU-NRL für die Wiederherstellung frei fließender Flüsse identifiziert. Sie schlagen klare Definitionen kritischer Begriffe und die Entwicklung integrierter Bewertungsmethoden für die Priorisierung von Maßnahmen zur Verbesserung der Vernetzung von Flüssen vor.

What factors influence the rediscovery of lost tetrapod species?
Die Autor*innen erstellten eine Datenbank zu verschwundenen u. wiederentdeckten Tetrapoden-Arten (Amphibien, Reptilien, Vögel u. Säugetiere), untersuchten ihre Verbreitung u. Faktoren, die ihre Wiederentdeckung beeinflussen. Tetrapoden verschwinden schneller als sie wiederentdeckt werden, da die Wiederentdeckungsrate bei Amphibien, Vögeln u. Säugetieren abnimmt u. Reptilien schnell verschwinden.

Three hundred years of past and future changes for native fish species in the upper Danube River Basin—Historical flow alterations versus future climate change
Die Autor*innen zeigen für die obere Donau, dass die heimischen Fischarten in der Vergangenheit empfindlich auf Veränderungen des Durchflusses reagiert haben, während höhere Temperaturen in Zukunft die größte Bedrohung darstellen werden. Die Gefährdung bleibt zukünftig mindestens genauso hoch. Sie könnte jedoch durch Wiederanbindung von Flussauen u. bessere Durchgängigkeit abgepuffert werden.
A framework for untangling the consequences of artificial light at night on species interactions
Künstliches Licht in der Nacht verändert essentielle Hinweise der Natur die dafür maßgeblich sind ob, wann, und wie Tiere miteinander wechselwirken. In dieser Publikation haben die Autoren die Rolle von künstlichem Licht auf solche ökologischen Interaktionen untersucht und die Studien zusammengefasst, die dieses Thema behandelt haben. Die meisten davon sind aus den letzten drei bis fünf Jahren.
Light pollution of freshwater ecosystems: principles, ecological impacts and remedies
Süßwasserökosysteme sind weltweit Hotspots der Biodiversität, aber auch in hohem Maße durch Lichtverschmutzung bedroht. In dieser Studie geben die Autoren einen Überblick über den Wissensstand zu Lichteigenschaften und ökologischen Folgen von künstlichem Licht in Binnengewässern und gekoppelten angrenzenden Ökosystemen sowie Möglichkeiten zu deren Verminderung.

Hypotheses in urban ecology: building acommon knowledge base
Diese Studie identifizierte 62 Hypothesen der Stadtökologie und erstellte ein Netzwerk dieser Hypothesen, das als konzeptionelle Karte der Stadtökologie dienen kann. Es ist die erste Karte dieser Art, in der die Hypothesen zudem in vier Cluster gruppiert sind: (i) Eigenschaften und Evolution städtischer Arten, (ii) urbane Lebensgemeinschaften, (iii) urbane Lebensräume und (iv) urbane Ökosysteme.
The recovery of European freshwater biodiversity has come to a halt
Die Autor*innen analysierten anhand wirbelloser Tiere den Zustand u. die Entwicklung der Biodiversität in europäischen Fließgewässern. Die biologische Vielfalt in Flusssystemen in 22 europäischen Ländern hat sich von 1968 bis 2010 aufgrund der verbesserten Wasserqualität zunächst erholt. Seit 2010 stagniert die Entwicklung jedoch; viele Flusssysteme konnten sich nicht vollständig regenerieren.
Short-term effects of macrophyte removal on aquatic biodiversity in rivers and lakes
Studie zu den Auswirkungen der mechanischen Entfernung von Makrophyten auf Phytoplankton, Zooplankton und Makroinvertebraten an fünf Standorten mit sehr unterschiedlichen Charakteristika unter Verwendung desselben Vorher-Nachher-Designs. Die Ergebnisse zeigen negative Effekte auf die Biodiversität, insbesondere auf Zooplankton und Makroinvertebraten, sowie positive Effekte auf das Phytoplankton.