- Abteilung:(Abt. 2) Ökologie der Lebensgemeinschaften und Ökosysteme
Monitoring, trends and impacts of light pollution
Das „Night Watch“-Konsortium hat Studien zusammengestellt, die anhand von Satellitenbildern und Sternbeobachtungen analysieren, wie künstliches Licht die nächtliche Umgebung verändert. Fast 50 % der Erdoberfläche ist von Lichtverschmutzung betroffen, wobei natürliche Dunkelheit bis zu mehrere tausend Mal überstrahlt wird. Und Lichtverschmutzung nimmt weiter zu: jährlich um 2 bis 10 %.
Unleashing the power of remote sensing data in aquatic research: Guidelines for optimal utilization
Ziel war es, die Kompromisse bei der Nutzung von Fernerkundungsdaten in limnologischen Studien am Beispiel der Schätzung von Chlorophyll a aufgrund seiner Bedeutung als Wasserqualitätsindikator zu verdeutlichen. Daher ist eine strenge Validierung von Fernerkundungsprodukten, begleitet von einer vorsichtigen Interpretation der Daten, von wesentlicher Bedeutung.
Causes of macrophyte mass development and management recommendations
Treten Wasserpflanzen in Massen auf, werden sie häufig entfernt. In Freilandexperimenten an sechs Gewässern in fünf Ländern wurde untersucht, warum es dort zu solchen Massenentwicklungen kommt und welche Folgen das Entfernen hat. Wie die Auswertung verschiedener Managementansätze zeigte, kann im Umgang mit Wasserpflanzen auch die Option „nichts tun“ in Betracht gezogen werden.
Reducing the fatal attraction of nocturnal insects using tailored and shielded road lights
Maßgeschneiderte und abgeschirmte Straßenlaternen machen Lichtquellen außerhalb des beleuchteten Bereichs fast unsichtbar und verringern die tödliche Anziehungskraft auf fliegende Insekten erheblich.

Inland navigation and land use interact to impact European freshwater biodiversity
Anhand umfangreicher Langzeitdaten zeigen die Autor*innen, dass der Schiffsverkehr in den letzten Jahrzehnten zu einem deutlichen Verlust der biologischen Vielfalt von Fischen und Makroinvertebraten in Europas Flüssen beigetragen hat. Und dazu, dass die verbliebenen Tiergemeinschaften immer einheitlicher werden und flusstypische Arten verloren gehen. Invasive Arten hingegen nehmen deutlich zu.

The potential of citizen science to transform science: Lessons for a sustainable future
Bürgerwissenschaft bindet die Öffentlichkeit in den wissenschaftlichen Prozess ein und macht Forschung relevanter und reaktionsfähiger. Dies kann zu einer nachhaltigeren Zukunft führen, in der Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam drängende Probleme lösen.

Global introductions and environmental impacts of freshwater megafish
Die Autor*innen untersuchten die Einführung von Süßwasser-Megafischen auf globaler Ebene und bewerteten ihre Auswirkungen auf die Umwelt: Von den 134 Süßwasser-Megafischarten wurden 46 % in neue Lebensräume eingeführt, und von diesen haben 69 % sich selbst erhaltende gebietsfremde Populationen etabliert und über neun verschiedene Mechanismen negative Auswirkungen auf heimische Arten gehabt.